190 km von Dresden nach Prag - der Laufbericht!

Gut 190 Kilometer haben Hartmut Kohn und seine Mitläufer in Angriff genommen. Laufend von Dresden nach Prag stand im Kalender und so starteten die Läufer und ihre Begleiter (-fahrzeuge) in aller früh um den ersten Lauftag anzugehen.
Ab hier schildert euch Hartmut seine Eindrücke vom Ultralauf:

Bis zur letzten Minute hatte ich wieder alle Strippen gezogen. Sogar meine Geburtstagsfeier hatte ich etwas eingekürzt. Einen Tag vor einem Ultralauf ist der Geburtstagskuchen ohnehin nicht ganz so im Zentrum der Gedanken.
Also habe ich lieber den Tourbus bei Citroen-Dresden abgeholt und gleich noch daheim beladen.

Um 22.00 Uhr lag ich dann endlich im Bett, denn 3.00 Uhr klingte am Lauftag mein Wecker. Mein Tourfahrer und Bruder Roland und mit meine Kinder (Begleitcrew) schmissen mich aus dem Bett. Um 4.40 Uhr fuhr der Tourbus von Klotzsche zum Laufstart, dem Restaurant Kahnaletto auf dem Theaterkahn.

Um 5.00 Uhr kamen auch schon pünktlich die ersten Laufgäste. Zuerst gab es noch Kaffee und Brötchen, man will ja schliesslich gestärkt an der Elbe laufen. Mittlerweile waren alle Mitläufer und Begleiter eingetroffen, dass obligatorische Startfoto wurde gemacht und es konnte (nicht ganz) pünktlich 6:15 Uhr losgehen.

Auf den ersten Kilometern waren wir 15 Läufer. Davon neun die die komplette Distanz laufen wollten. Zwei davon hatten am Wochenende vorher noch die Brocken Challenge über 80km gerockt. So zum Aufwärmen vesteht sich.
Das Wetter meinte es sehr gut mit uns. Bis Königstein war es für den Februar zu warm. Da ließ ich mich hinreißen, meine Outfit auszudünnen, was sich ab Decin dann etwas rächen sollte.
Am VP in Pirna stiegen planmäßig Olaf Pitzschel und Torsten Naumann aus. Romy Strotz beendete am Bahnhof in Rathen Ihren Lauf. Katrin Jesche, Michael Schiewack und Henry Vogel liefen bis zum VP Königstein mit. Henry ist hatte hier seinen ersten Marathon im Leben gefinisht.

Streckentechnisch liefen wir bis Königstein die originale Route des OEM. Anschließend folgte ein kurzer Singletrailweg bis zum Bahnhof von Bad Schandau, an dem unsere Belgeitfahrzeuge mit einem weiteren Verpflegungspunkt warteten. EIn bisschen Essen und Trinken, kurze Konzentration und schon waren wir wieder auf dem Elbradweg.
Bald kam auch die Grenze in Schöna, die uns nicht nur in ein anderes Land sondern auch in ein anderes Mobilfunknetz brachte. Mein Handyanbieter O2 hatte mein Handy trotz bitten nicht freigeschalten fürs tschechische Netz. Schade, aber wenn ich mal telefonieren musste, half mir Reiner Mehlhorn mit seinem D2-Handy aus. Da klappte dass mit den Interviews im Radio auch wieder.

In Decin überquerten wir dann zum ersten Mal die Elbe. In Tschechien hieß der Elbradweg dann Radweg 2. Einfach zu merken und sehr gut ausgeschildert. Mein Garmin-Oregon konnte ich so in der Tasche lassen.
So kamen wir immer weiter in Richtung Usti voran...

Fortsetzung folgt...